Das Instrument
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Buttforde hat eine wahrscheinlich noch aus der 1. Hälfte des 13. Jahrhunderts stammende romanische Kirche aus behauenen Granitblöcken. Charakteristisch für den reich geschmückten Innenraum ist ein dreijochiger Lettner aus derselben Zeit.
Auf diesem Lettner steht die von Joachim Richborn im Jahr 1681 errichtete Orgel. Um für die Orgel auch in der Höhe genügend Raum zu schaffen, musste man die flache Holzbalkendecke darüber muldenartig erhöhen.
Die ursprünglichen Flügeltüren wurden 1803 durch Rankenwerk ersetzt. Die Pfeifen des Trompetenregisters wurden im Rahmen einer Reparatur durch Alfred Führer 1949 durch neue ersetzt. Alle übrigen Register blieben aber bis heute erhalten. Die hölzernen Teile der Orgel, besonders das Gehäuse, sind leider derzeit in einem sehr schlechten Zustand und müssen dringend restauriert werden.
Joachim Richborn (gest. 1684), stammte aus Hamburg und war möglicherweise ein Schüler des Orgelbauers Friedrich Stellwagen. 1676 war er an der Reparatur der Orgel in der Kirche St. Maria Magdalena zu Hamburg beteiligt und hat auch Arbeiten in Mögeltondern (Dänemark) abgeliefert. Neben der Orgel in Buttforde sind von ihm die Orgelbauten in den Kirchen von Berdum (1677) und Tönning (1681/1682) bekannt. Im Jahre 1684 begann er mit dem Bau der Orgel für die St.-Nikolai-Kirche zu Elmshorn, verstarb aber während der Arbeiten. Auch diese Orgel wurde wahrscheinlich von Arp Schnitger endgültig fertiggestellt. Nachdem Richborn im Jahre 1684 verstorben war, begann die kurze aber erfolgreiche Zeit von Arp Schnitger in Ostfriesland.
Weitere Informationen zur Kirche: Kirchengemeinde St. Marien Buttforde